Zum Schluss das Praktische. Türkische Zahlen sind vollkommen regelmäßig: Es gibt Wörter für 1 bis 10, für die Zehner und für hundert und tausend — alles andere setzt du einfach zusammen, von links nach rechts. 25 ist «yirmi beş», also zwanzig-fünf. Kein «fünfundzwanzig» mit vertauschter Reihenfolge wie im Deutschen, das dich beim Telefonieren aus dem Takt bringt. Und dann die Höflichkeitsformeln: Türkisch hat für jede Alltagslage einen eigenen Segensspruch, und wer sie benutzt, wird sofort anders behandelt. «Kolay gelsin» sagst du jedem, der gerade arbeitet. «Eline sağlık» sagst du dem, der gekocht hat. «Geçmiş olsun» dem, der krank war. Es gibt keine deutschen Entsprechungen — merk sie dir als Ganzes, nicht Wort für Wort.
bir, iki, üç, dört, beş1 bis 5. Sprich das ü in üç wie im Deutschen, das ş wie sch.
altı, yedi, sekiz, dokuz, on6 bis 10. altı endet auf das punktlose ı.
yirmi beş25 — wörtlich zwanzig-fünf, in dieser Reihenfolge. Anders als Deutsch, das die Ziffern vertauscht.
yüz kırk iki142 — hundert-vierzig-zwei. Immer von links nach rechts, nie zusammengeschrieben.
bin dokuz yüz doksan1990. Genau so, wie du es liest.
Bu ne kadar?Was kostet das? Wörtlich «das wie viel?».
Çok pahalı.Sehr teuer. Der Anfang jeder Verhandlung auf dem Basar.
Daha ucuzu var mı?Gibt es etwas Billigeres? Jetzt kennst du var mı aus Lektion 5.
Hesap lütfen.Die Rechnung, bitte. Zwei Wörter, überall verstanden.
Kolay gelsin!Wörtlich «möge es leicht kommen» — sagst du jedem, der gerade arbeitet: dem Kellner, dem Handwerker, dem Busfahrer. Es gibt kein deutsches Wort dafür.
Eline sağlık!«Gesundheit deiner Hand» — das sagst du dem, der für dich gekocht hat. Die höchste Anerkennung am türkischen Tisch.
Geçmiş olsun!«Möge es vorüber sein» — nach Krankheit, Unfall oder Prüfung.
Afiyet olsun!Guten Appetit — und zugleich die Antwort auf «Eline sağlık».
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